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Medieninfo 10.12.2019 Mehr Polizeipräsenz durch Beendigung stationärer Grenzkontrollen! Lagebild „Messerangriffe“ erforderlich!

München, 10. Dezember 2019 – Die anlässlich der tödlichen Attacke in Augsburg und dem Messerangriff auf einen Polizeibeamten in München von der Staatsregierung angekündigte Verstärkung der Polizeipräsenz in Innenstädten ließe sich nach Ansicht der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) kurzfristig durch den Abzug der Bayerischen Bereitschaftspolizei von den Grenzkontrollen erreichen. Außerdem hat Gewerkschaftsvize Jürgen Ascherl die Forderung nach Erstellung eines polizeilichen Lagebildes über Messerangriffe bekräftigt. „Damit könnte sich die Polizei einen genaueren Überblick über Anzahl und Begehungsweise der mit Messern begangenen Straftaten verschaffen, um ihre Aus- und Fortbildung sowie die Schutzausrüstung der Polizeibeschäftigten anzupassen“, sagt Ascherl.

Seit Dezember 2016 sind ständig drei Einsatzzüge der Bayerischen Bereitschaftspolizei an drei stationären Grenzkontrollstellen gebunden. „Diese Einsatzkräfte fehlen für andere wichtige polizeiliche Unterstützungsaufgaben im Landesinnern, beispielsweise zur Verstärkung der Polizeipräsenz auf Weihnachtsmärkten“, kritisiert Ascherl. „Andere Personalreserven stehen der Polizei dafür nicht zur Verfügung, ohne die anderen Polizeiaufgaben zu vernachlässigen und weitere Überstunden anzuhäufen.“

Ascherl erwartet von einem polizeilichen Lagebild „Messerangriffe“ neben genaueren Erkenntnissen über Tatbegehung und die Art des verwendeten Messers auch Informationen über Alter, Drogeneinfluss, psychische Erkrankung und über die Herkunft von Täter und Opfer. Nach seiner Meinung lassen sich aus diesen Daten dann wichtige Schlussfolgerungen für die Prävention und Repression ziehen.

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