Medieninfo 19.02.2019 - Polizeiliches Lagebild „Messerangriffe“ erforderlich!

München, 19. Februar 2019 – Anlässlich der jüngsten Messerattacke in Nürnberg hat der bayerische Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) seine Forderung nach Erstellung eines polizeilichen Lagebildes über Messerangriffe bekräftigt. „Die von der Polizei beobachtete Zunahme von Gewalttaten mit Messern gerade durch junge männliche Täter wird bislang nicht in einer eigenen Statistik erfasst,“ sagt DPolG Landesvorsitzender Rainer Nachtigall. „Deshalb ist ein aussagekräftiges Lagebild „Messerangriffe“ dringend erforderlich. In der Kriminalstatistik vorhandene Daten können dafür die Grundlage bilden.“

Nachtigall weist darauf hin, dass die Zunahme von Messerstechereien ein bundesweites Phänomen ist, aber nicht mit statistischen Fakten untermauert werden kann. „Messer sind leicht zu beschaffen, relativ einfach mitzuführen und kommen offensichtlich immer schneller und öfter zum Einsatz.“

Ein polizeiliches Lagebild „Messerangriffe“ würde der Polizei nicht nur einen genaueren Überblick über die Anzahl der Straftaten mit Messern als Tatmittel verschaffen, sondern könnte auch eine genauere Auswertung insbesondere über Tatbegehung, über verwendete Messer sowie über Alter, Drogeneinfluss, psychische Erkrankung und über die Herkunft von Täter und Opfer ermöglichen.

„Diese Informationen würden der Polizei zudem wichtige Erkenntnisse für die Aus- und Fortbildung ihrer Beamtinnen und Beamten liefern. Außerdem könnten sich daraus Schlussfolgerungen für die Prävention und Repression ergeben“, so der DPolG-Vorsitzende abschließend.

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