Medieninfo 13.06.2019 - „Rekordpersonalzuteilung“ bei Bayerns Polizei ein erster Schritt! Mehr Tarifbeschäftigte einstellen!

München, 13. Juni 2019 – Rainer Nachtigall, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), begrüßt die vom Bayerischen Innenministerium bekannt gegebene „Rekordpersonalzuteilung“ für die Polizei. „Die über Jahre hinweg von uns geforderte Personalverstärkung trägt langsam Früchte. Das zumindest rechnerisch vorhandene Plus für die gesamte Bayerische Polizei ist dringend erforderlich. Aufgabenmehrungen wie Cybercrime, diverse Projekte, Social Media, Datenschutz und nicht zuletzt die Abschiebungen als Belastungsfaktor Nr. 1 stellen die Polizei vor große Herausforderungen“, betont Nachtigall.

Die DPolG begrüßt diese Entwicklung, die sich auf der Grundlage der erhöhten Einstellungen und den tendenziell zurückgehenden Pensionierungen auch in den nächsten Jahren so fortsetzen wird. Nachtigall dankt den politischen Entscheidungsträgern für die Umsetzung dieser gewerkschaftlichen Forderung.

„Nun muss zeitnah auch eine Entscheidung über die seit Jahren geführte Diskussion um die Verteilung der zusätzlichen Stellen fallen“, sagt der DPolG-Chef. Seine Gewerkschaft plädiert für eine belastungsorientierte Verteilung von Stellen und Personal auf die Polizeipräsidien, die sowohl die Notwendigkeiten in den Ballungsräumen München und Nürnberg als auch die Bedürfnisse in der Fläche gleichermaßen berücksichtigt.

Darüber hinaus hält er zusätzliche Einstellungen von Tarifbeschäftigten bei der Polizei für erforderlich. Diese können wesentlich zur Entlastung der verbeamteten Kolleginnen und Kollegen beitragen. „Hier braucht es eine zum Beamtenbereich vergleichbare Herangehensweise: Wie viele Arbeitnehmer gehen perspektivisch in Rente, wie viele müssten im Jahr eingestellt werden, um den Status Quo zu halten oder diesen sogar zu verbessern?“

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