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Grenzkontrollen durch Bayerns Polizei - Allgemeine Polizeiarbeit wird auf „Sparflamme“ gesetzt!

 

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sieht die Planungen für die umfassende Kontrolle der Grenze zu Österreich durch die Bayerische Polizei sehr skeptisch. Landesvorsitzender Hermann Benker befürchtet, dass die Polizei dadurch viele andere Polizeiaufgaben auf „Sparflamme“ zurückführen müsste.

Die bayerische Polizei wird nach dem Motto „Geht nicht, gibt´s nicht“ geführt, sagt Benker. „Trotz dieser politisch geforderten „Yes-We-Can-Mentalität“ lässt sich die Mammutaufgabe der Grenzsicherung nur durch die Vernachlässigung anderer Bereiche bewältigen.“

Einschränkungen wird es nach seiner Einschätzung insbesondere bei der Prävention, Verkehrssicherheit, Bewältigung von Großeinsätzen, aber etwa auch bei der Bekämpfung der Einbruchs- und Drogenkriminalität, geben. Die Politik setzt offensichtlich darauf, dass die zu erwartenden negativen Auswirkungen in der Statistik erst in ein bis zwei Jahren sichtbar werden.

„Ein Anstieg der Drogentoten, Verkehrsunfallzahlen und viele anderer Delikte sowie ein Absinken der guten bayerischen Aufklärungsquote wäre ein hoher Preis für mehr Grenzsicherheit“, gibt Benker zu bedenken.

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