Kriminalstatistik alles andere als beruhigend

Belastung und Personalmangel beeinflussen die Zahlen

München, 23.03.2016 - Hermann Benker, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), stimmt mit  Innenminister Joachim Herrmann darin überein, dass die Bayerische Polizei hoch engagiert und professionell arbeitet. Völlig anderer Meinung als der Minister ist er allerdings bezüglich des vermeintlichen Rückgangs der erfassten Straftaten. Benker betont, dass die Zahl der Straftaten keinesfalls gesunken ist. Bayerns Polizei hatte nur keine Zeit, sich durch eigene Wahrnehmungen um Straftaten zu kümmern.

Für den DPolG-Vorsitzenden relativieren sich die Zahlen der Kriminalstatistik, weil keine ehrliche Bestandsaufnahme möglich ist. „Durch vielfältige polizeiliche Aufgaben und fehlendes Personal ist die Kontrolldichte zu gering, um das tatsächliche Ausmaß mancher Deliktsbereiche aufzudecken. Vielfach kann hier mangels ausreichender Ressourcen nur an der „Oberfläche gekratzt“ werden“, sagt Benker. „Geht die Einsatzbelastung dieses Jahr so weiter, wird die Dunkelziffer noch ein größeres Ausmaß annehmen als 2015.“

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