Medieninfo 03.07.2019 - Plakat- und Schwerpunktaktionen gegen „Handy-Gaffer“ durchführen!

München, 3. Juli 2019 – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vorgeschlagen, zur Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer beim Bundesverkehrsministerium und beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat eine Verkehrssicherheitskampagne „Handy weg – kein Gaffen bei Unfällen“ auf Plakaten an Bundesautobahnen und -straßen anzuregen. „Wer jetzt noch im Vorbeifahren eine Unfallstelle filmt, kann schon ein paar Kilometer weiter bei einem Verkehrsunfall ungewollt selbst zum „Filmstar“ werden“, sagt DPolG Landesvorsitzender Rainer Nachtigall.“ Darüber hinaus fordert Nachtigall die Durchführung von polizeilichen Schwerpunktaktionen in Bayern gegen bei Verkehrsunfällen fotografierende und filmende Gaffer.

„Ähnlich wie durch die Gestaltung der Plakate bei den Kampagnen „Runter vom Gas“ und „Tipp, tipp, tot“ können Fahrzeugführer und -insassen durch eine deutliche und emotionale Plakatgestaltung darauf hingewiesen werden, dieses unschöne, unter Umständen sogar strafbare und nicht ungefährliche Verhalten zu unterlassen“, betont Nachtigall. Das Saarland hat erst vor wenigen Wochen eine große Kampagne gegen Gaffer gestartet.

Nachtigall fragt sich, warum in Bayern zur Bekämpfung der Gaffer-Problematik bislang keine Schwerpunktaktionen, wie Blitzer-Marathons und LKW-/Buskontrollen, durchgeführt werden. „Wie bei diesen Schwerpunkteinsätzen, muss den Verkehrspolizeidienststellen dafür zusätzliches Personal zur Verfügung gestellt werden, damit sich die einen um die Absicherung von Unfallstellen und die anderen um die Strafverfolgung kümmern können.“

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