Medieninfo 07.01.2019 - Wechsel der Dienstwaffe bei Bayerns Polizei geht in entscheidende Phase

München, 7. Januar 2019 – „Der Wechsel der Dienstwaffe bei der Bayer. Polizei geht in die entscheidende Phase“, stellt der stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Jürgen Köhnlein, der das Projekt „Neue Dienstwaffe“ von Beginn an begleitet, fest. Nach dem Abschluss aller Tests und einem eng getakteten Beschaffungsverfahren startet heute bei den bayerischen Polizeipräsidien der Rollout der neuen Dienstwaffe Heckler & Koch SFP9-TR.

„Unabhängig davon gilt es, die Verbesserung der verdeckt zu tragenden Holster voranzubringen. Man ist auch da auf einem guten Weg“, so der Gewerkschafter. Die sog. Oberschenkelholster für Sonderbedarfsträger wie Reiter, Krad-Fahrer und geschlossene Einheiten, werden bereits mit organisiert. „Die DPolG bleibt aber dabei, dass spätestens nach dem Roll-Out das Oberschenkelholster ein Angebot an alle Waffenträger sein muss“, bekräftigt Köhnlein die Forderung seiner Gewerkschaft.

Die DPolG geht davon aus, dass auch der Umgang mit den Altwaffen und deren Verwertung in Kürze abschließend geregelt wird. „Nach den uns vorliegenden Informationen, gehen wir von der Vernichtung der Altwaffen aus“, so Köhnlein.

Köhnlein ist sich sicher, dass die Mühen der Projektgruppe im Vorfeld nun erfolgreich umgesetzt werden und lobt deren Engagement. Die ersten Pilot-Schulungsveranstaltungen bei der Bayer. Bereitschaftspolizei geben Mut zum Optimismus.

Die Fortbildung aller ca. 34.000 Waffenträger ist nicht nur für diese eine große Herausforderung, sondern auch für die zuständigen Waffen- und Schießausbilder sowie Waffen- und Gerätewarte.

Angesichts der für die Fortbildung mit der neuen Dienstwaffe notwendigen, erhöhten Schusszahl, 100 anstatt sonst üblichen 40 Schuss, und den in die Jahre gekommenen Schießstätten, stellt für Köhnlein der Spagat zwischen Gesundheitsschutz der Beschäftigten und Einhaltung des Roll-Out-Zeitplans eine große Herausforderung im Projekt dar. Die DPolG wird auf die Einhaltung der arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben ein besonderes Augenmerk haben.

Der Abschluss der Umstellung ist für den Spätherbst 2019 geplant.

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