Medieninfo 09.03.2019 - Zeugnistag für Bayerns Polizei

Objektiv „sehr gut“ – subjektiv „ausreichend“

München, 9. März 2020 – Die heutige Bekanntgabe der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Bayern durch Innenminister Joachim Herrmann hat für Rainer Nachtigall, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), etwas von Zeugnistag. Die PKS ist die Arbeitsstatistik für die Bayer. Polizei. Mit der wiederholt guten Kriminalstatistik für den Freistaat, stellt der Innenminister „seiner“ Polizei erneut ein gutes Zeugnis aus. „In den für die Polizei maßgeblichen „Fächern“ „Häufigkeitszahl“ und „Aufklärungsquote“ erhalten die Kolleginnen und Kollegen jeweils die Note 1“, freut sich der Gewerkschaftschef.

Mit den statistisch gesunkenen Kriminalitätszahlen ist objektiv die Sicherheit in Bayern heute deutlich besser als noch vor ein paar Jahren. „Das liegt insbesondere an der guten Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, sowohl bei der Schutz- als auch bei der Kriminalpolizei“, resümiert Nachtigall. „Man muss aber auch sehen, dass das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung schlechter ist als die objektive Lage“, stellt Nachtigall fest. „Subjektiv ist die Sicherheit aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger bestenfalls „ausreichend“. Die Bestrebungen der Verantwortlichen müssen dahin gehen, alles zu unternehmen, damit sich die subjektive Sicherheit wieder verbessert.

Nach Ansicht des DPolG Landesvorsitzenden kann dazu beispielsweise eine Video-beobachtung mit modernster Technik im öffentlichen Raum beitragen, wo es sinnvoll und notwendig ist. Dies ist insbesondere im Öffentlichen Nahverkehr geboten. Wichtig für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist aber auch die polizeiliche Präsenz. „Hier haben wir in den letzten Jahren aufgrund der bisherigen Personalsituation deutlich zurückfahren müssen. Das muss wieder besser werden“, fordert der Gewerkschafter. „Die Polizeibeamtinnen und –beamten müssen wieder stärker für die Bevölkerung sichtbar und ansprechbar sein.“

Aber auch die Kommunen stehen nach Ansicht Nachtigalls in der Verantwortung. Als Sicherheitsbehörden haben diese viele Möglichkeiten, auf das objektive und subjektive Sicherheitsgefühl ihrer Einwohner einzuwirken. Die Polizei ist im Rahmen der kommunalen Kriminalprävention gerne Partner an der Seite der Kommunen. Das darf aber nicht dazu führen, dass die Kommunen alle Fragen ihrer Sicherheit der Polizei überlassen.

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