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Medieninfo 27.11.2017 - Größere Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit!

München, 27. November 2017 – Rainer Nachtigall, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), begrüßt die heutige Fachdiskussion zum Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“. Er findet es wichtig, sich mit den Ursachen von Ablenkungen im Straßenverkehr zu beschäftigen. Noch wichtiger erachtet Nachtigall es aber, die richtigen Schlussfolgerungen durch weitere Sanktionsverschärfungen zu ziehen. Außerdem müssen nach Ansicht der DPolG die Aus- und Fortbildung der Polizeibeschäftigten in Verkehrsdienststellen, die Kontrollgeräte und -befugnisse sowie die polizeiliche Unfallaufnahme und –rekonstruktion weiter optimiert werden.

  • Lesen von Druckwerken sanktionieren!
    Die DPolG fordert das Lesen von Druckwerken durch Fahrzeugführer ebenso wie das Benutzen eines Mobiltelefons u.a. zu sanktionieren.
  • Automatische Reaktivierung von LKW Notbremsassistenzsystemen!
    Die seit 2015 für neue LKW vorgeschriebenen-Notbremsassistenzsysteme können manuell abgeschaltet werden. Für die DPolG ist die automatische Reaktivierung des Notbremsassistenzsystems zwingend erforderlich.
  • Auslesemöglichkeit für die Polizei schaffen!
    Der vermehrte Einsatz von Fahrerassistenzsystemen beeinflusst in immer stärkerem Maße das Spurenbild eines Verkehrsunfalls. In der heutigen Fahrzeugtechnik findet eine vielfältige elektronische Speicherung der Betriebsabläufe statt, auf die die Polizei derzeit keinen definierten Zugriff hat. Die DPolG fordert daher, der Polizei einen Zugang zu digitalen Fahrzeugdaten zu eröffnen.
  • Mehr Aus- und Fortbildung der Verkehrspolizei!
    Das Personal der Verkehrspolizeidienststellen muss durch regelmäßige Fortbildung über den neusten Stand der Fahrzeugtechnik auf dem Laufenden gehalten werden.
  • Polizeiliche Verkehrsunfallaufnahme weiter professionalisieren!
    Für die professionellere Verkehrsunfallaufnahme ist aus Sicht der DPolG vor allem eine Ausstattung der Polizei mit neuester Technik erforderlich. Spezielle Einsatzfahrzeuge müssen mit 3D-Lasertechnik, spezieller Software, Teleskopmasten für Foto- oder Videokamera, Lichtmasten und Schnittstellen für Diagnose-Geräte ausgestattet werden. Dies würde zu einer qualitativ hochwertigeren Sachbearbeitung und Beweissicherung bei tödlichen Verkehrsunfällen oder Massenkarambolagen führen. Umfangreiche, teure und zeitaufwändige Gutachten am Unfallort könnten dadurch reduziert werden. Unfallbedingte Verkehrsbeeinträchtigungen könnten verkürzt werden.

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