„Ausverkauf“ der Bayer. Polizei für fragwürdige Grenzkontrollen! Allgemeine Polizeiarbeit wird dadurch auf „Sparflamme“ gesetzt

„Ausverkauf“ der Bayer. Polizei für fragwürdige Grenzkontrollen!

Allgemeine Polizeiarbeit wird dadurch auf „Sparflamme“ gesetzt

München, 15.12.2016 – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sieht in dem heute beginnenden Einsatz der Bayerischen Bereitschaftspolizei zur Unterstützung der Bundespolizei bei Grenzkontrollen eine erhebliche Schwächung geschlossener Einheiten. Landesvorsitzender Hermann Benker befürchtet zudem, dass die Polizei mangels „Manpower“ dadurch wichtige Aufgaben, wie Bekämpfung der Einbruchs- und Drogenkriminalität, Verkehrssicherheit und Prävention, auf „Sparflamme“ setzen muss und die Landespolizei weitgehend auf sich allein gestellt ist.

Durch die Einbeziehung in die Grenzkontrollen wird die ohnehin schon geschrumpfte Bereitschaftspolizei weiter drastisch dezimiert. Nach Berechnungen der DPolG stehen faktisch nur noch 13 Einsatzzüge für andere Einsätze zur Verfügung.

Im Polizeibereich stößt das lückenhafte Grenzkontrollkonzept auf Kopfschütteln, weil Straftäter und Illegale verstärkt auf Nebenstraßen ausweichen werden. Diese Schwachstellen kann die Schleierfahndung nicht ausgleichen.

„Ein Anstieg der Drogentoten, Verkehrsunfallzahlen und vieler anderer Delikte sowie ein Absinken der guten bayerischen Aufklärungsquote und der Sicherheit bei Veranstaltungen wären ein hoher Preis für mehr Grenzsicherheit“, gibt Benker zu bedenken. „Die zu erwartenden negativen Auswirkungen werden spätestens in ein bis zwei Jahren in der Kriminalstatistik sichtbar. Dann hilft auch kein Schönreden mehr.“

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