Medieninfo 25.09.2020 - 110 Tage im Amt „Ein Schlag in die Magengrube“

Am Samstag den 26. September 2020 ist Jürgen Köhnlein exakt 110 Tage im Amt als Vorsitzender der DPolG Bayern. Die Bilanz die er zieht: „Gewerkschaftlich läuft alles bestens, aber es vergeht leider kaum eine Woche, in der die Polizei nicht durch Fehlverhalten Einzelner negativ in die Schlagzeilen gerät.“

Der Beginn seiner Amtszeit als Chef der mitgliederstärksten Polizeigewerkschaft im Freistaat am 8. Juni 2020 fiel genau in die Phase der Unruhen nach dem gewaltsamen Tod des US-Amerikaners George Floyd. Es entbrannte eine Debatte über Rassismus und Gewalt auch bei der deutschen Polizei. Gefolgt von Polizeibeamten, die bei den sogenannten Corona-Demonstrationen als Redner auftraten, bis aktuell zu Drogenermittlungen gegen Beamte des Münchner Polizeipräsidiums.  Als Landesvorsitzender der DPolG Bayern war Köhnlein ein gefragter Interviewpartner. „Das Medienecho war schon enorm und hätte ich mir in meinem neuen Amt nicht gleich zu Beginn so vorgestellt. Rund 40 Anfragen in 110 Tagen, vom Zeitungsinterview über Radioreportagen bis hin zu Live-Auftritten in TV-Sendungen war die gesamte Palette vertreten. Aber das ist auch Aufgabe eines Gewerkschaftschefs. Stellung beziehen und dafür sorgen, dass einige schwarze Schafe nicht das Ansehen von über 43.000 rechtschaffenen Polizeibeamten/innen in Bayern in Misskredit bringen.“ Aber die aktuellen Ermittlungen in München waren für ihn schon wie „ein Schlag in die Magengrube“, gibt Köhnlein zu und fordert rigorose Aufklärung bis ins kleinste Detail.

Positiv blickt Köhnlein auf sein Treffen mit der Integrationsbeauftragten der bayerischen Staatsregierung, Gudrun Brendel-Fischer zurück. Sie bestätigte ihm im Gespräch im Landtag, dass „die bayerische Polizei bunter und vielfältiger ist, als viele denken.“ Auch sein Antrittsbesuch bei Innenminister Joachim Herrmann war vielversprechend und deutet auf eine gute Zusammenarbeit hin, so der DPolG-Chef.

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